Gute und nachhaltige Gesellschaft

Plastikflut und Müllberge - Was können wir dagegen tun?

Schlagwörter wie riesige Plastikansammlungen im Meer, Lebensmittel im Abfall, Ressourcenverschwendung, Wegwerfgesellschaft, wer kennt sie nicht. Jeder Bundesbürger erzeugt im Jahr durchschnittlich ca. 450 kg Abfall, in Summe rund 40 Millionen Tonnen pro Jahr. Davon werden etwa 55% wiederverwertet und die verbleibenden 45% verbrannt oder deponiert. Zusätzlich werden jährlich Millionen Tonnen gewerbliche Abfälle ohne Rückführung in den Stoffkreislauf entsorgt. Deutschland hat sich in den letzten Jahren trotz Spitzenstellung im Recyclen auch zu einem der größten Abfallproduzenten Europas entwickelt.
Schaut man über die Landes- und EU-Grenzen, so sieht man auch dort stetig wachsende Müllberge. Die Entwicklungsländer stehen längst in den Startlöchern, um über Produktions- und Konsumanpassung mit den Industrieländern als Abfallproduzenten gleichzuziehen. Unsere Erde - ein ausgebeuteter Müllplatz ohne Zukunft?


Gemeinsam erarbeiten wir, was jeder einzelne von uns im Alltag über Abfallvermeidung und Abfallverwertung für eine lokale und weltweit nachhaltige Nutzung und Bewirtschaftung unserer begrenzten Ressourcen tun kann.
Ein weiterer Baustein ist das Wissen über die Verfahren zur Wertstoffrückgewinnung – wie funktioniert das eigentlich, was sind die Voraussetzungen? Dazu werden wir Ihnen verschiedene Verfahren des stofflichen Recycling vorstellen, uns eine moderne Bioabfallvergärungsanlage zur Gewinnung von Biogas und Kompost anschauen und die Müllverbrennungsanlage der Stadt Würzburg besuchen.
Und wir werden den Blick auch über die Grenzen werfen: Warum landet Plastik in unseren Weltmeeren? Wie kann es sein, dass in Afrika Kinder unseren gefährlichen Elektronikschrott schutzlos für ein paar Cent zerlegen? Gibt es keine Gesetze, die das verhindern können? Oder liegt es an mangelnden Kontrollen?

Anerkannt/anerkennungsfähig als Bildungsurlaub in den Bundesländern Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz. Schleswig-Holstein und Thüringen auf Anfrage.