Über Würzburg in die USA

PPP-Stipendiat_innen bereiten sich auf Austauschjahr vor

57 Schüler_innen aus allen Ecken Deutschlands bereiteten sich als Stipendiat_innen des Parlamentarischen Patenschafts-Programm (PPP) auf ihren zehnmonatigen Aufenthalt als Gastschüler_innen in den USA vor.

Nathalie T. vom Matthias Grünewald Gymnasium in Würzburg stehen aufregende Zeiten bevor: ein zehnmonatiger Aufenthalt in den USA. Möglich wird dies durch das Parlamentarische Patenschafts-Programm, das vom Deutschen Bundestag ausgeschrieben wird. Pro Wahlkreis kann sich ein Jugendlicher bewerben - und Nathalie hatte Glück, denn der Bundestagsabgeordnete Andrew Ullmann aus Würzburg übernahm die Patenschaft. Kein Wunder: verbrachte Ullmann doch selbst die ersten 10 Jahre seines Lebens in den USA, studierte einige Jahre dort und besitzt als einziger Bundestagsabgeordneter beide Staatsbürgerschaften. Ein besonderes Highlight war daher auch der Besuch der Bundestagsabgeordneten Martina Stamm-Fibich (SPD) aus Erlangen und Andrew Ullmann aus Würzburg. In der Diskussionsrunde erklärten beide Abgeordnete, warum ihnen dieses Austauschprogramm so wichtig ist: "Frieden gelingt auf Dauer nur, wenn sich die Menschen kennen und verstehen lernen. Gerade die transatlantischen Beziehungen sind eine wichtige Stütze und müssen dies auch bleiben." "Nathalie und die anderen Stipendiaten werden hautnah die unterschiedlichen Lebensweisen eines anderen Landes kennenlernen und als Juniorbotschafter gleichzeitig ihre eigene Kultur und Wissen über ihre Heimat vermitteln. Damit leistet das Parlamentarische Patenschafts-Programm einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung."

Bevor die Jugendlichen ihr großes Abenteuer in den USA antreten, nahmen sie an der Vorbereitungswoche ihrer betreuenden Austauschorganisation Partnership International e.V. teil. Seit vielen Jahren findet dieses Seminar in der Akademie Frankenwarte statt, die das Seminar zusammen mit dem gemeinnützigen Verein organisiert. Neben Vorträgen und Gruppenarbeiten über Geschichte und Politik setzten sich die Schüler_innen auch mit den Herausforderungen eines Schüleraustauschs und ihrer Rolle als Juniorbotschafter Deutschlands auseinander.

Seit 1983 werden im Rahmen des Parlamentarischen Patenschafts-Programms jedes Jahr 360 deutsche Schüler_innen und junge Berufstätige als Stipendiat_innen ausgewählt. Die Jugendliche leben als Botschafter Deutschlands für zehn Monate in den USA und erhalten für den Aufenthalt ein Vollstipendium des Deutschen Bundestags. Das gleiche geschieht auch auf US-amerikanischer Seite, wo jedes Jahr 360 Jugendliche vom US-Kongress ausgewählt werden, in Deutschland zu leben. Mehr Infos dazu beim Deutschen Bundestag unter www.bundestag.de/ppp.

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