Schüleraustausch nach Mwanza

Vorbereitungsseminar

„Was wird mich in Tansania erwarten? Ich bin schon sehr gespannt, die Lebenssituation und den Alltag dort zu erleben“, meinte zu Beginn des Seminars ein Würzburger Berufsschüler. In einem guten Monat hat er dazu ausreichend Gelegenheit. Die Akademie Frankenwarte, der Städtepartnerschaftsverein M.W.A.N.Z.A. e.V. und die Würzburger Franz Oberthür Berufsschule haben ein besonderes Schulaustauschprojekt mit Würzburgs Partnerstadt Mwanza in Tansania organisiert: „Wir fliegen nach Mwanza und werden in unserem Berufsbereich der Installation eine Solaranlage in der tansanischen Schule anbringen, gemeinsam mit unseren tansanischen Partnerschülern“, so ein weiterer der 12 reisenden Schüler. So könnte die tansanische Partnerschule eine Demonstrationsanlage zu Lehrzwecken unterhalten.

Es ist nicht der erste Austausch. Akademie Frankenwarte und M.W.A.N.Z.A. e.V. organisieren diese beruflichen und entwicklungspolitischen Begegnungen mit jungen Menschen aus Deutschland und Tansania bereits zum vierten Mal, zuletzt mit der Klara Oppenheimer Schule. Im letzten Jahr waren Hauswirtschaftsschülerinnen aus Mwanza zwei Wochen lang in Würzburg zu Besuch, die jungen Frauen arbeiteten und lebten miteinander. Die Begegnungen waren bisher sehr erfolgreich und in beiden Ländern „Stadtgespräch“.

Vom 14. bis 15. September hielt die Akademie Frankenwarte ein Vorbereitungsseminar für die Schüler, gemeinsam mit Dozentin Homaira Mansury, Berufsschullehrer Ralf Geisler und Michael Stolz vom M.W.A.N.Z.A. e.V. ab. Mit fachkundigen Referierenden bildeten sich die Schüler in Landeskunde, Geographie, Geschichte und Lebenswelten in Tansania fort. Sie hatten Gelegenheit, Fragen zu stellen, ihren Aufenthalt mitzuorganisieren und Grundkenntnisse in Kiswahili zu erlangen, „damit wir uns richtig vorstellen können, wenn wir bei unseren afrikanischen Partnern ankommen“, so der engagierte Berufsschullehrer. Themen wie Geschlechterrollen in Tansania, HIV und Aids, die Rolle von Religionen, aber auch berufliche Bildung in Afrika und aktuelle politische Herausforderungen standen auf der Agenda, so Homaira Mansury: „Der Austausch über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Lebens- und Arbeitsbedingungen, von Menschen und Kulturen machen die entwicklungspolitische Begegnung erst zur nachhaltigen Erfahrung.“

Die deutsche Schülergruppe wird im Oktober nicht nur in der tansanischen Berufsschule arbeiten, sondern auch viel über das Land und die Menschen kennen lernen: „Es sind Besuche von sozialen Projekten, kulturellen Einrichtungen und auch ein Empfang bei der Stadt Mwanza geplant“, so Michael Stolz.

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