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Aktuelles aus der Frankenwarte

Länderabend läutet deutsch-polnischen Austausch ein

Es gibt so viele gute Gründe, Deutsche und Pol*innen zusammenzubringen. Wir haben mit unserem Länderabend einen besonderen Beginn für unseren einwöchigen Austausch zwischen den Nationen gefunden.

Es gibt nicht viele Menschen in Deutschland, die persönliche Erfahrungen mit dem Land Polen und seinen Menschen verbindet. Oftmals ist es die Geschichte oder die Berichterstattung der Medien, die das eigene Bild prägen. Die Akademie Frankenwarte bringt Menschen aus beiden Ländern seit 2002 zusammen - mit der Seminarreihe Deutsche und Polen im Dialog. So entwickeln sich nicht nur wichtige Debatten, sondern auch intensive Begegnungen und Freundschaften, die bisher gemachte Erfahrungen erweitern. Und das bringt es mit sich, dass individuell so manch bestehendes Bild und Stereotyp über Menschen und Gepflogenheiten im jeweiligen Nachbarland zum Vorschein kommt und reflektiert werden kann.

--> zum Download als PDF: Unser deutsch-polnischer Seminarbericht von der Begegnung im Jahr 2021

Auch im Jahr 2022 findet dieser Austausch wieder statt, unter dem Motto Umbrüche – Aufbrüche: Wohin entwickeln sich unsere Demokratien? Eingeleitet haben wir die deutsch-polnische Begegnung dieses Mal auf besondere Art: Mit unserem insgesamt 40. Länderabend (in Zusammenarbeit mit dem Ausländer- und Integrationsbeirat der Stadt Würzburg). Agata Stopińska ist Mitglied des derzeitigen Würzburger Ausländer- und Integrationsbeirats. Sie stammt aus Polen, lebt und arbeitet aber schon seit vielen Jahren in Deutschland. Über die Parallelen und Unterschiede zwischen beiden Ländern, die sie mit ihrem polnisch-deutschen Blick wahrnimmt, sprach sie mit Eva-Maria Barklind-Schwander, die die Geschäftsstelle des Würzburger Ausländer- und Integrationsbeirats leitet. Dabei wurde deutlich, dass Stopińska sehr besorgt die innenpolitische Entwicklung Polens verfolgt und dabei eine zunehmende gesellschaftliche Spaltung erkennt zwischen konservativ-christlichen Hardlinern in der politischen Führung, größtenteils europafreundlichen und weltoffenen Städter*innen sowie scheinbar abgehängten Bevölkerung auf dem Land.

Lesung, Konzert und KöstlichkeitenDer in Krakau geborene Prof. Leszek Żądło und sein Kollege, Prof. Bernhard Pichl, sind Teil der deutschen, europäischen und internationalen Jazz-Szene. Żądło, selbst mehrfach ausgezeichnet, leitet seit 2010 das European Jazz Art Ensemble. Beide Musiker haben weltweite Konzertreisen unternommen und zahlreiche Tonträger eingespielt. Sie unterrichten gemeinsam an der Würzburger Hochschule für Musik. Mit ihrem Programm Polnische Jazz Impressionen öffneten sie den Besucherinnen und Besuchern unsere Länderabends die Tür zum Jazz, der in Polen einen charakteristischen, eigenständigen Stil entwickelt hat.

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Angeregt durch die Buchvorstellung von Dr. Matthias Kneip 100 Gründe, Polen zu lieben im Seminar 2018, ließ einen unseren Seminarteilnehmer eine Idee nicht mehr los: ein eigenes Buchprojekt. So brachte Andrzej Chludzinski einige Teilnehmende unseres deutsch-polnischen Austauschs dazu, ihre Liebe zu Deutschland in Schriftform festzuhalten. Nachdem die Seminargruppe 2019 die erste polnische Version kennen lernen durfte mit 32 Gründen, erschien für das Seminar im Sommer 2021 die deutsche Fassung: Mindestens 44 Gründe, Deutschland zu lieben. Das Buch versammelt liebevoll niedergeschriebene persönliche Episoden und Erfahrungen, die Deutschland und Deutsche in polnischen Spiegelbildern zeigen.

Unser Länderabend in der Jugendbildungsstätte Unterfranken endete schließlich mit einer Gesprächsrunde aller Besucher*innen und Mitwirkenden, jeder Menge polnischer Spezialitäten und interessanter Unterhaltungen.

Eine Lesung auch für Sie?!

Im November 2021 konnten unsere Lesung Mindestens 44 Gründe, Deutschland zu lieben in Würzburg für Sie aufzeichnen: Schauen Sie rein beim Mitschnitt der Lesung samt anschließender Diskussion mit unseren Gästen aus Polen. Gerne organisieren wir weitere Lesungen! Bei Interesse wenden Sie sich bitte per E-Mail an die Leiterin der Akademie Frankenwarte, Stephanie Böhm (stephanie.boehm@frankenwarte.de). Buchexemplare der deutschen oder polnischen Ausgabe schickt Ihnen Stephanie Böhm ebenfalls zum Preis von 10 Euro zuzüglich Versandkosten zu.

Veranstaltungen
Unser Bildungsfinder führt Sie zu weiteren interessanten Angeboten aus dem von Ihnen gewählten Thema.
30.11.
Gesellschaftlicher Wandel
Würzburger Impulse: Wer gestaltet die soziale Transformation und wie?
30.11.
Kompetenzerwerb und politisches Engagement
Professionell präsentieren - mit CANVA Social-Media-Beiträge gestalten
02.12.
Demokratie, Zeitgeschichte und Erinnerungsarbeit
Diktatur, Opposition, Revolution – Demokratie!? Von Aktivist*innen aus Syrien und der DDR lernen