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Veranstaltungsreihe "Erinnerung. Verantwortung. Pluralität" Vortrag und Gespräch // Teil 3: mit Hans Sarkowicz. Nach einer intensiven, auch medialen Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg ließ das aufkommende „Wirtschaftswunder“ die Diskussion weitgehend verstummen. Die politische und kulturelle Atmosphäre der frühen Bundesrepublik war durch ein „lautstarkes Beschweigen" gekennzeichnet, das fast nur noch bei Intellektuellen und vor allem bei den öffentlich-rechtlichen Medien auf Kritik stieß. Erst der Eichmann-Prozess und der Frankfurter Ausschwitz-Prozess setzten eine Debatte in Gang, die angesichts der Erfolge von rechtsradikalen Parteien und eines wachsenden Antisemitismus bis heute geführt wird, sowohl in den alten als auch in den sog. neuen Medien.
Der Rundfunkhistoriker Hans Sarkowicz zeigt in seinem Vortrag auf, wie zunächst die Radio- und später auch die Fernsehredaktionen kontinuierlich, auch in Zeiten, in denen viele Deutsche davon nichts hören und sehen wollten, die NS-Diktatur, den Zweiten Weltkrieg und die Shoah zum Thema von Dokumentationen, Diskussionsendungen, Hör- und Fernsehspielen, Lesungen und Bildungsprogrammen machten und bis heute machen.
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