Unser Programm
Veranstaltungsreihe "Erinnerung. Verantwortung. Pluralität" Vortrag und Gespräch // Teil 2: Dekoloniale Wende oder koloniale Amnesie? Die Erinnerung an die deutsche Kolonialgeschichte. Vortrag und Gespräch mit Stephanie Lämmert. Die Restitutionsdebatte, Black Lives Matter, die Rhodes must fall Bewegungen, der so genannte Historikerstreit 2.0 – wir erleben in den letzten 15 Jahren eine verstärkte öffentliche Beschäftigung mit unsere kolonialen Geschichte, ja eigentlich einen Streit darüber, wie Kolonialismus erinnert wird. Während Betroffene/ Aktivist*innen und manche Wissenschaftler*innen Deutschland eine koloniale Amnesie attestieren, ist es in einigen konservativen und rechtspopulistische Kreisen salonfähig zu behaupten, dass Deutschland endlich aufhören müsse, über Schuld zu sprechen. Wir erleben einen Backlash gegen das Konzept von Kolonialität und den „decolonial turn,“ die Neue Rechte erstarkt. Trotz der erhitzten Diskussion scheint das Wissen über deutschen Kolonialismus nicht unbedingt gewachsen zu sein. Stephanie Lämmert plädiert in ihrem Vortrag dafür, dass Kolonialgeschichte ein zentraler Teil der deutschen Geschichte ist, nicht nur ein „Add-on“. Es geht ihr vor allem darum, Verantwortung für diese Geschichte zu übernehmen, und zwar zunächst dadurch, dass wir sie kennen. Dazu gehört es auch, über die Rolle Preußens im Versklavungshandel und die Geschichte Schwarzer Menschen in Deutschland vor der Kolonisierung Afrikas Bescheid zu wissen.
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