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Unser Archiv

Ende 2020, mitten in der zweiten Hochphase der Corona-Pandemie, begann für die Akademie Frankenwarte eine neue Zeitrechnung: Wir haben unser eigenes Bildungshaus auf dem Würzburger Nikolausberg verlassen. Seitdem arbeiten wir als mobile Akademie, veranstalten Seminare an ausgewählten Orten in Mainfrankensehen uns online oder kommen mit unseren Veranstaltungen direkt zu Ihnen.

Was wir seit November 2020 in unserem öffentlichen Programmkalender geführt haben, sehen Sie hier.

Gute und nachhaltige Gesellschaft
Online-Lesung: schuld bewusstsein - Frauenbilder in der NS-Zeit
Seminarnummer: 1101

Online-Lesung und Diskussion mit Autorin Sonja Weichand // Wie mit der Erinnerung an den Nationalsozialismus umgehen? In Würzburg liefert der Gedenktag „16. März 1945“ an die nahezu vollständige Zerstörung der Stadt  alljährlich einen wichtigen Anlass, über Ursachen und Folgen der NS-Herrschaft und ihre Bedeutung für die Gegenwart nachzudenken. Mit der Lesung und anschließenden Diskussion möchte das Würzburger Bündnis für Demokratie und Zivilcourage mit der Akademie Frankenwarte Interessierte einladen, über Frauenbilder in der NS-Zeit nachzudenken.

Protagonistin des Romans „schuld bewusstsein“ von Sonja Weichand ist die Journalistin Anna, die nach einem Unfall die Geschichte ihrer Großmutter Rose-Marie niederschreiben will. Während des Zweiten Weltkriegs war Rose-Marie in Würzburg als überzeugte Nationalsozialistin unter Hitler aktiv. Um zu verstehen, was ihre Großmutter bewegte, sich dieser Ideologie zuzuwenden, vertieft sich Anna weiter in die Geschichte ihrer Familie. 

Autorin Sonja Weichand verdeutlicht die Komplexität einer solchen Aufarbeitung durch den ständigen Perspektivenwechsel zwischen Annas Realität und den Erinnerungsfragmenten Rose-Maries. Indem die Romanfigur ihre eigenen Traumata und die ihrer Großmutter ergründet, beleuchtet Weichand den gesellschaftlichen Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit. Sie thematisiert in ihrem Familienroman Schuld, Ideologien und die Befreiung davon. Und sie betont die Verantwortung, die gelebt werden muss, und die Liebe, die Generationen – trotz allem – verbinden kann.

Auf die Frage nach ihrer Schreibmotivation sagt Sonja Weichand: „Für mich war diese Zeit als Kind schon abstrakt und für neue Generationen wird sie immer abstrakter. Ich möchte mit meinem Buch zeigen, wie es ist, in einer solchen Zeit aufzuwachsen. Ich halte dieses Thema gerade heute für wichtig, da es wieder neue Parteien mit nationalsozialistischem Gedankengut gibt. Ein weiterer Grund ist, dass bisher zu wenig Literatur über Frauen in der Zeit der Nationalsozialismus vorhanden ist.“ 

Entstanden ist ein hochkomplexer Roman, in dem fiktionale Wirklichkeit und historische Fantasie zu einer spannenden Geschichte verwoben sind.

Unsere Referentin: Sonja Weichand, geboren 1984, studierte an der Universität Würzburg Germanistik und Geschichte. Sie arbeitete sechs Jahre lang als Regieassistentin und Regisseurin am Theater Augsburg, Theater Vorpommern sowie in freien Projekten. In Berlin machte sie sich als Autorin selbstständig. Erschienen sind bisher vier ihrer Theaterstücke im Hofmann-Paul-Verlag und deutschen theater verlag. Heute lebt Sonja Weichand wieder in ihrer Heimatstadt und arbeitet als Dozentin für Literarisches Schreiben an der Universität Würzburg. Neben Theaterstücken schreibt sie Gedichte, Kurzgeschichten und Satire.

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