Zeitgeschichte, Erinnerungsarbeit und Demokratie

Putsch, Pogrom und Revolution (mit Tagesexkursion nach Nürnberg)

Der 9. November im Spiegel der deutschen Demokratiegeschichte

 

Die Erinnerung an die 9. November von 1919, 1923, 1938 und 1989 eröffnet den Blick auf gewaltsam und friedlich geführte, verlorene und erfolgreiche Kämpfe um die Freiheit einer demokratischen Grundordnung in Deutschland und stellt Fragen an die Gegenwart. Am 9. November 1919 wurden an einem Tag die parlamentarische Republik und die „freie sozialistische Republik Deutschland“ ausgerufen. Am 9. November 1923 erklärte Hitler die Reichsregierung der Weimarer Republik im Namen der „Nationalen Revolution“ für abgesetzt. Am 9. November 1938 gipfelte die seit 1933 offen geführte antisemitische Politik des NS-Staates in einem Pogrom. Und am 9. November 1989 hatten friedliche Demonstrationen und Massenausreisewellen die DDR-Regierung zur Verkündung eines neuen Reisegesetzes gedrängt, das noch am selben Abend den Mauerfall auslöste.
Ausgehend von historischen Kämpfen um die Freiheit der parlamentarischen Demokratie in Deutschland fragt das Seminar angesichts eines Wiedererstarkens rechtspopulistischer und nationalistischer Strömungen nach gegenwärtigen Herausforderungen für die gesamtdeutsche Demokratie.

Anerkannt/anerkennungsfähig als Bildungsurlaub in den Bundesländern Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz. Schleswig-Holstein und Thüringen auf Anfrage.