Wir sollten es einmal besser haben …!?

Wer macht eigentlich was in der EU?

Wer macht eigentlich was in der EU?

Ein Europa-Quiz, ein Film und weitere Informationen rund um die Frage: „Wer macht eigentlich was in der EU?“ bildete am Buß- und Bettag, der in Bayern „schulfrei“ bedeutet, den Auftakt für drei intensive Tage. In einem World-Café diskutierten die Jugendlichen sehr engagiert die Geschichte und Zukunft der Gemeinschaft, die Vorteile und Probleme der Wirtschafts- und Währungsunion (mit Schwerpunkt Jugendarbeitslosigkeit) sowie den Problembereich Rechtspopulismus und -extremismus in der EU.

Am zweiten Seminartag konnten konkrete Eindrücke vor Ort in Strasbourg gewonnen werden: Die Europaparlaments-Abgeordnete Kerstin Westphal berichtete über aktuelle Themen der Sitzungswoche und suchte nach Antworten auf die wichtigen Fragen der Gruppe: „Warum unternahm man nicht früher etwas gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit? Warum gibt es keine wirklichen Sanktionsmechanismen, wenn ein Land sich nicht an die Vereinbarungen hält? Und vieles mehr.

Anschließend konnte die Gruppe von der Besuchertribüne aus eine Abstimmungsrunde beobachten. „Ich hätte nicht gedacht, dass es hier so hektisch zu geht“, so die einhellige Meinung der Schülerinnen und Schüler. Nach einer kurzen Mittagspause beschrieb Marcel Humuza vom EU-Office der Friedrich-Ebert-Stiftung in einem Vortrag Einstellungsmuster und Erklärungsansätze für Rechtspopulismus und Rechtsextremismus, sich abzeichnende Trends und denkbare Folgen für die EU-Wahl. Die Schilderungen machten sehr nachdenklich und befeuerten in der Diskussion die Suche nach Erklärungen und Gegenmaßnahmen.

Was wäre ein Tag in Strasbourg, ohne Gelegenheit, in die schöne Stadt mit ihrer bedeutenden Geschichte eintauchen zu können? Hervé Polesi führte der Gruppe die wechselvolle Geschichte der Stadt vor Augen, zeigte im Münster versteckte Details und weckte die Lust, einmal wieder zu kommen. Sofern die Französisch-Kenntnisse nicht ausreichten, half die jeweilige deutsche Zusammenfassung durch die Lehrerin Franziska Hellmann.

Das Fazit am dritten Tag: Die Menschen in den Mitgliedstaaten verdanken der Europäischen Union seit dem zweiten Weltkrieg eine Zeit des Friedens. Diesen zu bewahren und die politischen Strukturen der EU zu festigen, sodass trotz aller Herausforderungen ein noch größerer Mehrwert für alle EU-Staaten entsteht, muss deren festes Ziel sein. Radikalen Gruppierungen, die derzeit vielerorts in der EU Konjunktur haben, müssen alle demokratischen Kräfte eine Absage erteilen. Deshalb sind alle Wahlberechtigten der EU aufgerufen, bei der Wahl zum Europäischen Parlament im Mai 2014 ihr Votum in den Dienst der gemeinsamen europäischen Idee zu stellen.

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