Politikgestaltung zwischen Sachzwängen, ...

Wie moralisch ist Politik?

Politikgestaltung zwischen Sachzwängen, moralischen Werten und individueller Verantwortung

Vom 10. bis 12. Juni 2016 fand in der Akademie Frankenwarte zum ersten Mal das Seminar: "Wie moralisch ist Politik?" statt.

"Gerade in der Politik geht es immer wieder auch um Fragen, die die Menschen emotional bewegen. Je stärker die Emotion, desto sicherer kommt Moral ins Spiel. Moral kann eine wichtige Perspektive sein, um politische Entscheidungen zu treffen", so Stefan Pinter, Referent und Coach.

Im Seminar lernten die Teilnehmenden eine Methode kennen, mit deren Hilfe sie politische, teilweiße schwierige Fragen moralisch bewerten können (siehe Foto). Darüber hinaus wurden diese Fragen aus Macht- und fachlicher Perspektive betrachtet. Dadurch wurde deutlich, dass jede dieser Betrachtungsweisen ihren eigenen Wert für politische Entscheidungen hat. Politiker können Entscheidungen aus Machterwägungen heraus treffen, ohne gleich unmoralisch zu sein. Überwiegen kann auch die moralische Sicht, ohne gleich zum Moralapostel gestempelt zu werden. Die These des Seminars lautete: Politiker, die Moral ernst nehmen, können bessere politische Entscheidungen bzw. gut begründete Entscheidungen treffen. Auf diese Weise kann dem viel beklagten Mangel unzureichender Kommunikation politischer Maßnahmen begegnet werden.

Die Gruppe reflektierte aber auch das eigene moralische Handeln und lernte kennen, warum es oft schwer ist, sich ethisch-moralisch korrekt zu verhalten und welchen Denkfallen und soziale Einflüssen, die unterbewusst unser Handeln beeinflussen, wir uns kaum entziehen können.

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