Fremde sind Freunde, die wir noch nicht kennen

Fremde sind Freunde, die wir noch nicht kennen

Am 12. Mai 2016 startete in der Akademie Frankenwarte das zweitägige Seminar „Frauen im Islam: Leben Musliminnen in Deutschland wirklich so anders?“ in Kooperation mit dem Bayerischen Landesverband des Katholischen Deutschen Frauenbundes e.V..

20 Teilnehmerinnen und ein Teilnehmer lernten von der Religionswissenschaftlerin Dr. Dagmar Fügmann, Julius-Maximilians-Universität Würzburg, die Grundzüge der Weltreligion kennen. Musliminnen leben und legen ihren Glauben unterschiedlich aus und haben ähnlich viele Rollen im öffentlichen und privaten Leben wie Frauen anderer Konfessionen. Unter Moderation von Natali Soldo-Bilac, Bündnis Zivilcourage, berichteten drei Schülerinnen und eine Hausfrau mit muslimischen Glauben über ihre eigene Religiosität. Sie erläuterten, wie sie zum Thema Kopftuch stehen und eine der Schülerinnen schilderte, welche Diskriminierungen sie im Alltag wegen ihres Kopftuches erfahren hat. Islamwissenschaftlerin und Imamin Rabeya Müller behandelte die Bedeutung des Koran für das Rollenverständnis muslimischer Frauen. Die Teilnehmenden diskutierten mit Rabeya Müller, wie sich der Islam und „Gleichberechtigung von Mann und Frau“ auf dem Papier und in der Realität verhält. Das Seminar endete mit einem Besuch des Islamisch-Bosnischen Kulturzentrums.

Die Gruppe bekam hier die Möglichkeit, an einem Freitagsgebet teilzunehmen. Alle Teilnehmenden sind sich einig, dass solche Seminare und Begegnungen wichtig sind, um der Sorge vor Überfremdung entgegenzuwirken.

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