Aneinander wachsen: deutsch-polnischer Dialog 2015

Für die 18 Teilnehmenden aus Polen und 24 Teilnehmenden aus Deutschland ging am Samstag, den 25.07.15, eine ganz besondere Woche zu Ende. Bereits zum 9. Mal fand der deutsch-polnische Dialog statt – diesmal standen an sieben Tagen europäische Streitfragen im Zentrum.

Teilnehmende aus Polen und Deutschland
Teilnehmende aus Polen und Deutschland

Der Ukraine-Konflikt und die Energiewende, Flüchtlings- und Asylpolitik, Gleichberechtigung und Rechtspopulismus, die Zukunft Griechenlands und Streiks in Deutschland und Polen und auch der NSA-Skandal: Zu diesen Themen wurden unterschiedliche Standpunkte herausgearbeitet und analysiert, Kompromisswege gesucht bzw. Zukunftsperspektiven diskutiert.

Insbesondere die Auseinandersetzung mit dem Ukraine-Russland-Konflikt, aber auch die Debatte zur Situation Griechenlands, brachte sehr kontroverse Sichtweisen zu Tage. „Wir dürfen diese gegensätzlichen Positionen nie für absolut setzen“ und „Es gibt immer Dynamiken durch Verhandeln. Diese müssen erkannt und genutzt werden“ so zwei wichtige Erkenntnisse, die die Teilnehmenden erarbeiteten. Für alle Beteiligten war dieses Seminar wieder ein ganz besonderes Erlebnis. „Es ist einfach wunderbar, alte Freundinnen und Freunde wieder zu sehen und zugleich immer wieder interessierte und offene Menschen in diesen Kreis neu einzuschließen“.

So wachsen die Beteiligten des deutsch-polnischen Dialogs aneinander – im doppelten Sinne: „Wir spüren jedes Jahr, dass wir zusammen gehören. Andererseits werden unsere Diskussionen von Jahr zu Jahr tiefgehender und bringen uns bei vielen Frage- und Problemstellungen Stück für Stück weiter. Das ist einfach großartig“, so eine Teilnehmerin, die schon seit 2007 regelmäßig an dieser Seminarreihe partizipiert.

Den Abschluss dieser erkenntnisreichen Woche bildete eine Exkursion an die ehemalige innerdeutsche Grenze und zu Würzburgs Partnerstadt Suhl in Thüringen. „Ich bewundere den Mut der Menschen damals“, erklärte ein Teilnehmer aus Polen. „Wir können gar nicht dankbar genug sein, dass wir heute hier gemeinsam stehen, wo einst die innerdeutsche Grenze verlief“.

Weitere Informationen
Foto-Dokumentation in deutscher und polnischer Sprache (PDF)

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