Aktuelles aus der Frankenwarte

Wir öffnen wieder am 2.6. / Unser aktuelles FAQ

Seit unser Trägerverein einen Antrag auf Einleitung eines Insolvenzverfahrens gestellt hat, erreichen uns viele Rückmeldungen. Häufigste Fragen beantworten wir hier aktuell nach bestem Wissen und Gewissen. Mit Webinaren und ab Juni wieder vor Ort machen wir weiter - dank Hygienekonzept in Corona-Zeiten!

Wie ist der Stand der Dinge zu Zeiten von Corona und am Beginn eines Insolvenzverfahrens?

26. Mai 2020: Seitdem wir mit der Ankündigung an die Öffentlichkeit gegangen sind, dass unser Trägerverein einen Antrag auf Einleitung eines Insolvenzverfahrens gestellt hat, hat sich nichts Wesentliches geändert. Das zuständige Amtsgericht hat uns einen vorläufigen Insolvenzverwalter zugeteilt, mit dem wir jetzt die weiteren Verfahrensschritte angehen. Parallel führen die Vorstandsvorsitzenden des Trägervereins und unsere Akademieleiterin regelmäßig Gespräche mit politischen Mitstreiterinnen und Mitstreitern, mit Institutionen der Zivilgesellschaft, mit lokaler und regionaler Politik. Ziel bleibt, unsere politische Bildungsarbeit fortzusetzen - womöglich unter veränderten Rahmenbedingungen. Zu einer Neuerung hat zumindest die Corona-Pandemie bereits geführt: Wir bieten inzwischen unsere ersten Webinare an.

Was passiert mit meiner Seminaranmeldung?

In den nächsten Wochen und Monaten werden unsere Möglichkeiten sehr stark von der Corona-Pandemie beeinflusst sein. Geschlossen für Präsenzveranstaltungen sind wir bis Ende Mai wegen der Kontaktbeschränkungen. Nach Pfingsten dürfen wir unseren Tagungs- und Seminarbetrieb wieder öffnen - streng nach den Hygiene-Vorgaben der Bundes- und Landesregierung sowie der Behörden vor Ort. Ein eigenes Hygienekonzept haben wir bereits erarbeitet. Solange uns unsere Gäste, Seminarleiter*innen und Kooperationspartner*innen nicht abspringen, planen wir also alle künftigen Veranstaltungen regulär weiter. Und wenn wir weitere Veranstaltungen absagen müssen, wenden wir uns an die angemeldeten Gäste.

Meine Organisation hat in der Akademie Frankenwarte eine Tagung gebucht. Was tun?

Auch hier gilt: Ab 2. Juni können wir im Prinzip wieder Veranstaltungen durchführen, wenn es uns im Rahmen der offiziellen Hygiene-Vorgaben möglich ist. Darüber hinaus bedürfen diese Veranstaltungen das Einvernehmen mit der Insolvenzverwaltung. Ihre Fragen beantwortet nach bestem Wissen und Gewissen unsere Tagungsmanagerin Iris Glaser-Paulig (unterstützt durch Akademieleiterin Stephanie Böhm und Referent Sebastian Haas) unter den bekannten Kontaktdaten.

Wie können Sie uns helfen?

Alle potentiellen Seminargäste können wir nur sehr herzlich bitten: Halten Sie Ihre Anmeldung für künftige Veranstaltungen aufrecht. Denn nur Seminare mit Teilnehmenden können wir und unsere Seminarleiter*innen inhaltlich vorbereiten, auf Möglichkeiten für finanzielle Förderung abklopfen und tatsächlich durchführen.

Gibt es ein Crowdfunding zur Rettung der Akademie Frankenwarte?

Wir und unser Förderverein werben in der derzeitigen Situation nicht offensiv um Ihre Geldspende. Politische Bildung - wie auch immer gestaltet - ist und bleibt eine öffentliche Aufgabe und kann nicht unter rein betriebswirtschaftlichen Bedingungen geleistet werden. Deshalb setzen wir auch weiter ein Stück weit auf staatliche und institutionelle Förderung. Dass wir unser derzeitiges Geschäftsmodell neu denken müssen, war uns schon vor der Corona-Krise bewusst. Das schließt nicht aus, dass wir in Zukunft auch Möglichkeiten des Crowdfunding stärker in den Blick nehmen.

Wo bleibt der Schutzschirm für Bildungseinrichtungen von Stadt, Land oder Bund?

Derzeit besteht ein solcher Schutzschirm leider nicht. Wir sind jedoch eingebunden in ein uns unterstützendes Netzwerk aus Organisationen, die für die Interessen der Erwachsenenbildung und ihrer Häuser arbeiten - zum Beispiel der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e.V. und die Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Bildungswerke. In unserem Trägerverein sind Abgeordnete des Deutschen Bundestags, des Bayerischen Landtags, Vertreterinnen und Vertreter von Sozial- und Wohlfahrtsverbänden organisiert. Sie tun auf regionaler, Landes- und Bundesebene ihr Möglichstes, um die Akademie Frankenwarte in eine sichere Zukunft zu führen und mögliche Schutzschirme aufzutun oder gar zu initiieren, unter die wir womöglich schlüpfen könnten. Das aber ändert noch immer nichts an der Tatsache, dass wir schon vor Corona gezwungen waren und begonnen hatten eine Neuausrichtung unserer Bildungsarbeit anzugehen.

Wie steht es um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Akademie Frankenwarte?

Zur Zeit sind alle unsere Beschäftigten, in etwa zwei Dutzend, in Kurzarbeit. Housekeeping und Küche arbeiten praktisch gar nicht, Tagungsmanagement und Sachbearbeitung deutlich reduziert; lediglich Hausleitung, Buchhaltung und Referent sind an mehreren Tagen im Haus oder im home office tätig. Für alle unsere Mitarbeitenden ist das keine schöne Situation, zumal davon auszugehen ist, dass der Tagungsbetrieb in gewohnter Weise nicht fortgeführt werden kann. Wir verstehen alle, die sich bereits nach neuen Anstellungen umsehen und uns verlassen, sollten sie in Corona-Krisenzeiten tatsächlich eine neue Tätigkeit finden.

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