Aktuelles aus der Frankenwarte

Wieder geöffnet / Unser aktuelles FAQ

Seit unser Trägerverein einen Antrag auf Einleitung eines Insolvenzverfahrens gestellt hat, erreichen uns viele Rückmeldungen. Häufigste Fragen beantworten wir hier aktuell nach bestem Wissen und Gewissen. Online und vor Ort machen wir weiter - dank Hygienekonzept in Corona-Zeiten!

Veranstaltungen in Zeiten von Corona, geht das?

19. Oktober 2020: Nach der coronabedingten Zwangsschließung konnten wir unseren Bildungsbetrieb mit großer Freude sowie neuem Sicherheits- und Hygienekonzept endlich wieder aufnehmen. Und auch wenn Würzburg zwischenzeitlich einer der Corona-Hotspots deutschlandweit war: Wir sind uns sicher, dass wir Ihnen einen Seminarbetrieb ohne Ansteckungsgefahr anbieten können.

Das Bildungsurlaubsseminar "Essen mit Wirkung und Nebenwirkung gestern - heute - morgen" bildete ab 8. Juni den Auftakt. Referentin Astrid Dermutz, Katharina Lang vom Würzburger Partnerkaffee e.V., Imkerin Elke Gürtler und Weinbergsführerin Renate Wohlfart (siehe Foto unten) zeigten voller Engagement, wie sich "Schmackhafte Konzepte gegen Klimakiller" umsetzen lassen. Seitdem haben wieder mehr als zwei Dutzend Veranstaltungen in der Akademie Frankenwarte stattgefunden. Darüber hinaus bieten wir inzwischen regelmäßig Online-Veranstaltungen an.
 
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Wie ist der Stand des Insolvenzverfahrens?

Am 1. September wurde das Insolvenzverfahren über den Trägerverein der Akademie Frankenwarte, Gesellschaft für Politische Bildung e.V., eröffnet. Noch bis zum 1. November 2020 können wir unseren Bildungs- und Tagungsbetrieb vor Ort regulär durchführen. In Zusammenarbeit mit dem Insolvenzverwalter arbeitet die Gesellschaft für Politische Bildung e.V. daran, auch in einem stark veränderten Rahmen fortbestehen zu können: Unser Haus 1, in dem sich zwei Tagungsräume, zehn Gästezimmer und Küche/Restaurant befinden, wird dann nicht mehr zum Areal der Akademie Frankenwarte gehören. Die Gasttagungen, bei denen sich andere Institutionen unserer Infrastruktur bedienen können, müssen aus dem Portfolio der Gesellschaft für Politische Bildung e.V. gestrichen werden. Die Arbeit an einer Kooperation für die gemeinsame Unterbringung und Verpflegung künftiger Gäste sowie an der Fortführung des Gasttagungs-Geschäfts an der Frankenwarte hat leider nicht zu einem Erfolg geführt. Daher verlassen wir zum November die Frankenwarte und ziehen mit unserem Bildungsteam aus dann vier Mitarbeitenden in Büros in der Würzburger Innenstadt. Dort arbeiten wir weiter daran, unsere politische Bildungsarbeit langfristig fortzusetzen - wenn auch unter veränderten Rahmenbedingungen.

Was passiert mit meiner Seminaranmeldung?

In den nächsten Wochen und Monaten werden unsere Möglichkeiten sehr stark von der Corona-Pandemie beeinflusst sein. Seit Anfang Juni und noch bis Ende Oktober ist die Akademie Frankenwarte für unseren Tagungs- und Seminarbetrieb wieder geöffnet - streng nach den Hygiene-Vorgaben der Bundes- und Landesregierung sowie der Behörden vor Ort. Ein eigenes Hygienekonzept haben wir erarbeitet. Solange uns unsere Gäste, Seminarleiter*innen und Kooperationspartner*innen nicht abspringen, planen wir alle künftigen Veranstaltungen regulär weiter. Wenn wir Veranstaltungen absagen müssen, wenden wir uns an die angemeldeten Gäste.

Meine Organisation hat in der Akademie Frankenwarte eine Tagung gebucht. Was tun?

Auch hier gilt: Wir können noch bis zum 1. November 2020 Veranstaltungen durchführen, wenn es uns im Rahmen der offiziellen Hygiene-Vorgaben möglich ist. Darüber hinaus bedürfen diese Veranstaltungen das Einvernehmen mit der Insolvenzverwaltung. Für die Zeit ab November 2020 muss sich unser Trägerverein von unserem Tagungsgeschäft trennen.

Wie können Sie uns helfen?

Alle potentiellen Seminargäste können wir nur sehr herzlich bitten: Halten Sie Ihre Anmeldung für künftige Veranstaltungen aufrecht. Denn nur Seminare mit Teilnehmenden können wir und unsere Seminarleiter*innen inhaltlich vorbereiten, auf Möglichkeiten für finanzielle Förderung abklopfen und tatsächlich durchführen.

Gibt es ein Crowdfunding zur Rettung der Akademie Frankenwarte?

Wir und unser Förderverein werben in der derzeitigen Situation nicht offensiv um Ihre Geldspende. Politische Bildung - wie auch immer gestaltet - ist und bleibt eine öffentliche Aufgabe und kann nicht unter rein betriebswirtschaftlichen Bedingungen geleistet werden. Deshalb setzen wir auch weiter ein Stück weit auf staatliche und institutionelle Förderung. Dass wir unser derzeitiges Geschäftsmodell neu denken müssen, war uns schon vor der Corona-Krise bewusst. Das schließt nicht aus, dass wir in Zukunft auch Möglichkeiten des Crowdfunding stärker in den Blick nehmen.

Wo bleibt der Schutzschirm für Bildungseinrichtungen von Stadt, Land oder Bund?

Wir sind eingebunden in ein uns unterstützendes Netzwerk aus Organisationen, die für die Interessen der Erwachsenenbildung und ihrer Häuser arbeiten - zum Beispiel der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e.V. und die Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Bildungswerke. In unserem Trägerverein sind Abgeordnete des Deutschen Bundestags, des Bayerischen Landtags, Vertreterinnen und Vertreter von Sozial- und Wohlfahrtsverbänden organisiert. Sie tun auf regionaler, Landes- und Bundesebene ihr Möglichstes, um die Akademie Frankenwarte in eine sichere Zukunft zu führen und mögliche Schutzschirme aufzutun oder gar zu initiieren, unter die wir womöglich schlüpfen könnten. Das aber ändert noch immer nichts an der Tatsache, dass wir schon vor Corona gezwungen waren und begonnen hatten eine Neuausrichtung unserer Bildungsarbeit anzugehen.

Wie steht es um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Akademie Frankenwarte?

Im April und Mai waren alle unsere Beschäftigten, in etwa zwei Dutzend, in Kurzarbeit. Inzwischen arbeiten wir wieder im Normalbetrieb. Für alle unsere Mitarbeitenden ist ein Insolvenzverfahren keine schöne Situation, zumal das Team ab November abhängig von den Gegebenheiten vor Ort verkleinert werden muss. Es bleibt uns nur noch das Kerngeschäft, die Organisation von Bildungsveranstaltungen übrig - und dafür sind vier Personen vorgesehen. Wir verstehen alle Mitarbeitenden, die sich bereits vor Ende Oktober nach neuen Anstellungen umsehen und uns verlassen; schließlich ist es für sie zusätzlich eine Auszeichnung, sollten sie in Corona-Krisenzeiten eine neue Tätigkeit finden.

Veranstaltungen
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