Rußland:
Unterwegs von der Diktatur
zur pluralistischen Demokratie
Akademie Frankenwarte
Samstag, 15. November 1997, 18.00 Uhr
Zum achten Abend der Veranstaltungsreihe
„Würzburger und Würzburgerinnen aus dem Ausland stellen ihr Heimatland vor“
luden die Gesellschaft für Politische Bildung und der Ausländerbeirat Würzburg herzlich ein!
Aus Rußland erreichen uns fast täglich Hiobsbotschaften: Die organisierte Kriminalität ist längst zur Herrschaft der Mafia geworden, zwischen den Nationalitäten werden blutige Kämpfe ausgetragen, die Produktion geht dramatisch zurück. Ist die heutige Situation in Rußland wirklich so problematisch oder sogar katastrophal? Alexandr Lopuschinskij, Botschaftsrat der Botschaft der Russischen Föderation, versuchte in seinem Vortrag diese Fragen zu beantworten. Vortrag und Diskussion wurden moderiert von Dr. Claudia Bernardoni, Beratendes Mitglied im Ausländerbeirat Würzburg.
Im Vortragssaal konnten Sie typisch russisches Kunsthandwerk im Fabergé -Stil von Wladimir Bitel, betrachten. Im Anschluß an den Vortrag erwartete Sie eine Ausstellung mit Malerei und Graphik von Dimitri Fomine, außerdem eine Photo-Ausstellung mit Bildern von Meer Ghersberg und Michail Stepanow.
Und natürlich gab es wieder ein traditionelles Menue mit russischen Spezialitäten, wie Hering im Wintermantel (unter den Vorspeisen), Blini mit Kraut und Pilzen sowie Piroggen mit Fleischfüllung als Hauptgericht.
Im Nachtprogramm (ab 22.00 Uhr) wurden Kostproben aus der russischen Poesie mit Gedichten von Pasternak, Mandelstam, Tarkowskj, Zwetajewa und Brodskj, zweisprachig vorgetragen. Die Lesung wurde mit einem Violinvortrag von Ella Bulatowa (ehem. Erste Geigerin am Bolschoi-Theater, Moskau) begleitet.
Lesen Sie zu dieser Veranstaltung auch die Rezepte.